Hausverkauf & Verkaufsstrategie
HAUSVERKAUF ODER AUSVERKAUF? FEHLER VERMEIDEN!
23.9.26
Fehler beim Hausverkauf vermeiden – worauf Eigentümer achten sollten
Ein paar Fotos machen, die Immobilie online einstellen, einige Besichtigungen durchführen – und kurze Zeit später ist das Haus verkauft. So einfach kann ein Immobilienverkauf auf den ersten Blick erscheinen.
In der Praxis besteht ein erfolgreicher Hausverkauf jedoch aus deutlich mehr Schritten. Bereits bei der Preisfindung, der Vorbereitung der Verkaufsunterlagen, der Präsentation der Immobilie und der Auswahl geeigneter Kaufinteressenten können Entscheidungen getroffen werden, die den weiteren Verkaufsverlauf erheblich beeinflussen.
Ein privater Hausverkauf kann durchaus funktionieren. Eigentümer sollten allerdings wissen, welche Aufgaben auf sie zukommen und welche typischen Fehler sich vermeiden lassen.
Fehler 1: Den Angebotspreis nach Gefühl festlegen
Für viele Eigentümer ist das eigene Zuhause weit mehr als eine Immobilie. Vielleicht wurden die Kinder dort groß, das Haus wurde über Jahrzehnte gepflegt oder mit erheblichem persönlichen Einsatz modernisiert.
Diese Erinnerungen haben einen hohen persönlichen Wert – sie bestimmen jedoch nicht automatisch den am Markt erzielbaren Verkaufspreis.
Für die Einschätzung eines realistischen Angebotspreises spielen vielmehr Faktoren wie Lage, Grundstück, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Modernisierungen und die aktuelle Nachfrage eine Rolle.
Auch Vergleichsangebote aus Immobilienportalen können eine erste Orientierung geben. Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass dort in der Regel Angebotspreise und nicht zwangsläufig tatsächlich erzielte Verkaufspreise zu sehen sind.
Fehler 2: Mit einem zu hohen Preis starten
„Wir versuchen es erst einmal etwas höher – heruntergehen können wir später immer noch.“
Dieser Gedanke erscheint zunächst nachvollziehbar. Ein deutlich zu hoch angesetzter Angebotspreis kann den Verkauf jedoch erschweren.
Kaufinteressenten vergleichen heute zahlreiche Immobilien miteinander und können häufig recht schnell einschätzen, ob ein Angebot preislich zum Marktumfeld passt.
Bleibt eine Immobilie über längere Zeit ohne Verkauf online und wird der Preis mehrfach reduziert, kann dies bei Interessenten Fragen hervorrufen.
Deshalb gehört eine realistische Einschätzung des möglichen Marktpreises zu den wichtigsten Vorbereitungen eines Immobilienverkaufs.
Fehler 3: Die Immobilie unter Wert anbieten
Auch das Gegenteil kann problematisch sein.
Ein besonders niedriger Angebotspreis kann zwar schnell Aufmerksamkeit erzeugen, bedeutet aber nicht automatisch, dass damit das bestmögliche Verkaufsergebnis erzielt wird.
Gerade Eigentümer, die unter Zeitdruck stehen oder den regionalen Immobilienmarkt nicht genau kennen, sollten deshalb vermeiden, den Preis lediglich anhand einzelner Vergleichsangebote oder einer groben Online-Schätzung festzulegen.
Ziel sollte nicht der schnellstmögliche Verkauf um jeden Preis, sondern ein gut vorbereiteter Verkauf zu nachvollziehbaren Konditionen sein.
Fehler 4: Unvollständige Unterlagen
Spätestens wenn ein ernsthafter Kaufinteressent gefunden ist, werden verschiedene Informationen und Unterlagen zur Immobilie benötigt.
Welche Dokumente erforderlich oder sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Immobilie und der konkreten Verkaufssituation ab. Dazu können beispielsweise Informationen zum Grundstück, Grundrisse, Angaben zur Wohnfläche, Unterlagen zu Modernisierungen oder energetische Informationen gehören.
Bei Eigentumswohnungen kommen weitere Unterlagen hinzu.
Fehlen wichtige Dokumente, müssen diese möglicherweise während des laufenden Verkaufsprozesses beschafft werden. Das kann Rückfragen verursachen und den Ablauf unnötig erschweren.
Deshalb gilt: Eine gute Immobilienvermarktung beginnt lange vor der Veröffentlichung des Inserats.
Fehler 5: Schlechte Fotos und ein schwaches Exposé
Der erste Eindruck einer Immobilie entsteht heute meistens online.
Dunkle Handyfotos, unvorteilhafte Perspektiven oder eine sehr knappe Objektbeschreibung können dazu führen, dass Interessenten ein Angebot bereits nach wenigen Sekunden wieder verlassen.
Professionelle Immobilienfotografie, ein aussagekräftiges Exposé und eine nachvollziehbare Darstellung der wesentlichen Eigenschaften helfen Kaufinteressenten dabei, eine Immobilie besser einzuschätzen.
Je nach Objekt können zusätzlich Videoaufnahmen, Drohnenaufnahmen oder ein virtueller 360°-Rundgang sinnvoll sein.
Eine professionelle Präsentation soll dabei nichts beschönigen. Sie soll die Immobilie hochwertig, nachvollziehbar und möglichst realistisch präsentieren.
Fehler 6: Möglichst viele Besichtigungen als Erfolg betrachten
Viele Anfragen bedeuten nicht automatisch einen erfolgreichen Immobilienverkauf.
Entscheidend ist vielmehr, die passenden Kaufinteressenten zu erreichen.
Eine ausführliche Präsentation der Immobilie kann bereits vor einer persönlichen Besichtigung viele Fragen beantworten. Ein virtueller 360°-Rundgang bietet Interessenten beispielsweise die Möglichkeit, sich zunächst selbst einen umfangreichen Eindruck zu verschaffen.
Dadurch können Besichtigungen gezielter organisiert und unnötige Termine reduziert werden.
Das ist sowohl für Eigentümer als auch für ernsthafte Kaufinteressenten angenehmer.
Fehler 7: Kaufinteressenten nicht ausreichend qualifizieren
Sympathie ist bei einer Besichtigung angenehm – für einen Immobilienverkauf allein reicht sie jedoch nicht.
Bevor ein Verkaufsprozess weit fortgeschritten ist, sollte möglichst geklärt werden, ob ein Interessent grundsätzlich in der Lage ist, den geplanten Immobilienkauf zu finanzieren.
Wie eine solche Prüfung im konkreten Fall ausgestaltet wird, hängt von der jeweiligen Verkaufssituation ab.
Eine frühzeitige Qualifizierung von Interessenten kann jedoch dazu beitragen, unnötige Besichtigungen und spätere Enttäuschungen zu vermeiden.
Fehler 8: Bei Besichtigungen nur „die Tür aufmachen“
Eine professionelle Besichtigung ist mehr als ein Rundgang durch Haus und Garten.
Interessenten stellen Fragen zum Zustand, zu Modernisierungen, zur Ausstattung, zum Grundstück, zu laufenden Kosten oder zum möglichen Einzugstermin.
Gleichzeitig sollte eine Immobilie weder schlechter dargestellt noch schöner geredet werden, als sie tatsächlich ist.
Eine sachliche, gut vorbereitete Besichtigung schafft Vertrauen und gibt Kaufinteressenten die Möglichkeit, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Fehler 9: Preisverhandlungen persönlich nehmen
Spätestens bei der Kaufpreisverhandlung können Emotionen aufeinandertreffen.
Der Verkäufer kennt den persönlichen Wert seines Hauses. Der Käufer betrachtet dagegen möglicherweise notwendige Modernisierungen, Finanzierungskosten oder andere Investitionen.
Ein Kaufpreisangebot unterhalb der eigenen Vorstellung muss deshalb nicht zwangsläufig eine Geringschätzung der Immobilie sein.
Eine sachliche Verhandlung und eine nachvollziehbare Argumentation sind häufig zielführender als eine emotionale Reaktion.
Fehler 10: Den Aufwand eines Hausverkaufs unterschätzen
Ein Immobilienverkauf besteht nicht nur aus Inserat und Besichtigung.
Von der Vorbereitung über Preisfindung, Unterlagen, Immobilienpräsentation und Interessentenkommunikation bis zur Abstimmung der weiteren Schritte können zahlreiche Aufgaben zusammenkommen.
Gerade wenn Eigentümer beruflich stark eingebunden sind oder nicht in der Nähe der Immobilie wohnen, kann der erforderliche Zeitaufwand erheblich sein.
Wer privat verkaufen möchte, sollte deshalb vorher realistisch einschätzen, wie viel Zeit, Marktkenntnis und Organisation der Verkauf erfordert.
Haus privat verkaufen oder Immobilienmakler beauftragen?
Ein Haus privat zu verkaufen ist grundsätzlich möglich. Ob professionelle Unterstützung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Immobilie, den eigenen Erfahrungen, der verfügbaren Zeit und der jeweiligen Verkaufssituation ab.
Ein Immobilienmakler kann unter anderem bei der Einschätzung des Angebotspreises, der Vorbereitung der Vermarktung, der Präsentation der Immobilie, der Kommunikation mit Interessenten, der Organisation von Besichtigungen und der Begleitung des Verkaufsprozesses unterstützen.
Wichtig ist dabei nicht allein, ob ein Makler beauftragt wird, sondern welcher Makler zum Eigentümer und zur Immobilie passt.
Leistungen, Vermarktungskonzept, regionale Marktkenntnis, persönliche Betreuung und die vereinbarte Provision sollten deshalb vor einer Beauftragung transparent besprochen werden.
Haus verkaufen in Flensburg und Umgebung
Gerade bei Immobilien ist der Markt regional geprägt.
Die Nachfrage nach einem Einfamilienhaus in Flensburg kann sich beispielsweise von der Situation in Wees, Glücksburg, Harrislee, Handewitt oder anderen Orten im Kreis Schleswig-Flensburg unterscheiden.
Deshalb betrachten wir bei FEDDERSEN IMMOBILIEN nicht nur die Immobilie selbst, sondern auch ihre Lage, das jeweilige Marktumfeld und die Zielgruppe, für die das Objekt interessant sein könnte.
Wir sind hier zu Hause.
Unser Fazit: Gute Vorbereitung schützt vor vermeidbaren Fehlern
Der private Hausverkauf muss kein Fehler sein. Problematisch wird es vor allem dann, wenn wichtige Entscheidungen ohne ausreichende Vorbereitung getroffen werden.
Ein unrealistischer Angebotspreis, fehlende Unterlagen, eine schwache Präsentation oder ungeprüfte Interessenten können einen Verkauf unnötig erschweren.
Wer seine Immobilie selbst verkaufen möchte, sollte sich deshalb ausreichend Zeit für die Vorbereitung nehmen.
Und wer diese Aufgaben nicht selbst übernehmen möchte, kann sich professionelle Unterstützung holen.
Denn beim Immobilienverkauf sollte es nicht darum gehen, ein Haus einfach nur möglichst schnell loszuwerden – sondern darum, den Verkauf strukturiert, transparent und professionell vorzubereiten.
Sie möchten Ihr Haus in Flensburg oder Umgebung verkaufen?
FEDDERSEN IMMOBILIEN begleitet Eigentümer beim Verkauf von Wohnimmobilien in Flensburg, Wees, Glücksburg und der Region Schleswig-Flensburg – von der Vorbereitung und Vermarktung bis zur Begleitung des Verkaufsprozesses.
Dabei setzen wir unter anderem auf professionelle Immobilienfotografie, moderne Vermarktungsmöglichkeiten und virtuelle 360°-Rundgänge.
Gerne sprechen wir mit Ihnen persönlich über Ihre Immobilie und darüber, welche Verkaufsstrategie zu Ihrem Objekt passen könnte.
FEDDERSEN IMMOBILIEN
AUFFALLEND. ANDERS. AUTHENTISCH.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle rechtliche, steuerliche oder sonstige fachliche Beratung. Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen können sich ändern und die Beurteilung kann vom jeweiligen Einzelfall abhängen. Für verbindliche Auskünfte und individuelle Fragestellungen wenden Sie sich bitte an entsprechend qualifizierte Fachleute. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt, erfolgen jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität. Zur besseren Lesbarkeit wird in diesem Beitrag gegebenenfalls das generische Maskulinum verwendet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten selbstverständlich gleichermaßen für alle Geschlechter.








